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Vergleich zwischen Viveza für Lightroom und dem Korrekturpinsel

Es gibt von Nik Software [1] das bekannte Viveza Plugin seit Kurzem auch für Lightroom. Dieses Plugin ist seit etwa einem Jahr für Photoshop verfügbar und dort gerade bei professionellen Nutzern sehr beliebt, da es sehr effizient zum gewünschten Ergebnis führt.

Das Plugin arbeitet mit der "U-Point"-Technologie, womit lokale Korrekturen mit ungewohnt einfacher Bedienung möglich sind. Zumeist wird einem damit kompliziertes und zeitaufwendiges Auswählen erlaubt. In Photoshop lässt sich mit Viveza hervorragend mit den Smartebenenfunktion arbeiten.

Mit dem Kauf von Viveza für Photoshop bekommt man die Lightroom Version gratis dazu. Insofern stellt sich für Besitzer der Version für Photoshop nicht die Frage, ob sich ein Kauf der Lightroom Version lohnt.

Anders für Lightroom Nutzer, die Photoshop bzw. Viveza für Photoshop nicht besitzen. Für diese ist es interessant zu wissen, welche Vorteile Ihnen Viveza für Lightroom bietet, die den Kaufpreis von etwa 150€ rechtfertigen. In diesem Artikel stelle ich dazu den Lightroom internen Korrekturpinsel dem Viveza Plugin gegenüber.

Lokale Korrekturen

Viveza und auch der Korrekturpinsel ermöglichen beide ein Foto lokal zu korrigieren, also spezifische Bildbereiche. Ansonsten werden in Lightroom nur Einstellungen getroffen, die das gesamte Foto betreffen.

Welche lokalen Korrekturmöglichkeiten bieten Viveza bzw. der Lightroom Korrekturpinsel

Einstellungen mit dem Korrekturpinsel

Der Kontrollpinsel von Lightroom hat  die Einstellmöglichkeiten :

Einstellungen mit Viveza In Viveza lassen sich für jeden Kontrollpunkt folgende Einstellungen treffen:

Im Vergleich

Die wesentlichen Unterschiede sind hinterlegt. Man sieht, im wesentlichen lassen sich die gleichen Parameter korrigieren.

Will man die Schärfe/Unschärfe und Klarheit lokal manipulieren, führt kein Weg an dem Lightroom Korrekturpinsel vorbei.

Prinzipieller Arbeitsablauf

Korrekturpinsel

Der Korrekturpinsel wird im Modul Entwickeln aufgerufen, man wählt eine passende Pinselspitze und bemalt wie mit einem Pinsel auf die Zonen im Foto, die man korrigieren möchte. Das kann je nach Ausgangsfoto einfach aber auch schwierig und zeitaufwendig sein. Steht diese Maske einmal kann die Stärke der einzelnen Korrekturen auch nachträglich jederzeit geändert werden.

Viveza

Das Foto wird wie bei anderen externen Editoren mit den bestehenden Lightroom Einstellungen in eine TIFF oder PSD Datei gespeichert, die automatisch im Katalog neben dem Originalfoto erscheint.  Dann öffnet sich die übersichtliche benutzeroberfläche von Viveza mit diesem Foto.

In Viveza setzt man einen Kontrollpunkt (U_Point) dorthin, wo Korrekturen gemacht werden sollen.  Unter der Haube erzeugt damit Viveza vollautomatisch eine unsichtbare Maske. Durch Verschieben des Kontrollpunkts wird die Maske beeinflusst.

Der Radius und die Parameter werden eingestellt. Ein Kontrollpunkt kann jederzeit verschoben, kopiert und gelöscht werden.

In Viveza lassen sich gleichzeitig mehrere Fotos bearbeiten.

Im Vergleich

Hier punktet Viveza deutlich durch Effizienz. Das Setzen eines Punktes ist ein Vielfaches schneller als das Aufmalen einer Maske.

Viveza reagiert durchgängig sehr schnell, während Lightroom beim Malen mit dem Korrekturpinsel etwas träger ist. Vor allem, wenn man in einem Foto mehrere Masken erstellt.

Vergleich in Beispielen

1. Wolkenbild

Im folgenden Foto einer Wolkenformation sollten die Kontraste der Wolken etwas hervorgehoben werden:

BeispielWolken

Mit Viveza habe ich nur einen Kontrollpunkt gesetzt, und etwas an den Reglern gedreht, schon hatte ich in kürzester Zeit folgendes Foto:

Viveza-Wolken

Direkt in Lightroom habe ich mit dem Korrekturpinsel diese Maske aufgemalt, und damit die Wolken hervorgehoben:

Korrekturpinsel-Maske

Korrekturpinsel

In diesem Beispiel bin ich mit beiden Methoden zwar zu einem ähnlichem Ergebnis gekommen, in Viveza hatte ich das Bild aber deutlich schneller so, wie ich es wollte.

2. Einen Baum aufhellen

Auf diesem Foto ist mir der kahle Baum zu dunkel. Auch der Vordergrund sollte etwas aufgehellt werden.

Baum-Originalfoto

Mit Viveza musste ich nur einen Kontrollpunkt in der Mitte des Baumstammes setzen, die Helligkeit und den Kontrast regeln, schon hatte ich den Baum mit allem feinen Geäst heller, ohne den Himmel dahinter im Geringsten zu beinträchtigen.

Baum-Viveza

Die feinen Äste mit dem Korrekturpinsel zu maskieren, ist dagegen kaum möglich, so habe ich mich auf den Stamm und die dickeren Äste beschränkt.

Baum-Lightroom-Korrekturpinsel

Den Baum hatte ich mit folgender Maske aufgehellt.

Baum-Lightroom-Korrekturpinsel-Maske

3. Blaustich aus Winterlandschaft

In diesem Beispiel zeige ich nur den Vergleich Originalfoto und mit Viveza bearbeitetes. mit einem einzigen Kontrollpunkt konnte der starke Blaustich aus den Bäumen entfernt werden, ohne den Himmel zu verändern.

Beispiel-3-Viveza

Rechts mit Viveza nachbearbeitet.

4. Besseres Herausarbeiten einer Figur

Das Beispiel zeigt eine Figur am Brunnen des Marienplatzes von München, die mit Viveza etwas besser in den Vordergrund gestellt wurde.

Beispiel-4-Viveza

Rechts mit Viveza nachbearbeitet.

5. Kinderportrait

Die Kontrollpunkte von Viveza waren dagegen für die Bearbeitung der Augen weniger gut geeignet als der Lightroom Korrekturpinsel. Auch der Hintergrund ließ sich mit dem Korrekturpinsel in Kombination mit “automatisch maskieren” sehr gut entfärben und weichzeichnen.

kinderportrait-mit-dem-Korrekturpinsel

Das rechte wurde mit dem Korrekturpinsel von Lightroom bearbeitet.

Fazit

Ich habe jetzt Viveza seit etwa einem Monat mit Lightroom im Einsatz, und ich persönlich würde freiwillig nicht mehr darauf verzichten wollen. Bei vielen Fotos bietet mir Viveza einfach den effektivsten Weg die Nachbearbeitungen zu machen, die ich für notwendig halte. Das Gleiche kann man in der Regel zwar auch mit dem Korrekturpinsel oder einer Nachbearbeitung In Photoshop erreichen, aber nicht so schnell.

Für alle, die mit Fotobearbeitung ihr Geld verdienen, rechnet sich der Kauf  durch die gewonnene Zeit sehr schnell.

Sporadische Hobbyanwender dagegen, kommen auch mit den Bordmitteln zu einem ähnlichen Ergebnis.

15-Tage-Demo

Interessierte sollten sich die 15-tage Demo holen und ausgiebig testen. Da sich das Plugin so intuitiv bedienen lässt, muss man keine langen Einarbeitungszeiten fürchten.

Den Download finden Sie auf den Seiten von Nik Software [1].

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