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Lokal Teil 1 Verlaufsfilter, Lightroom 2 Entwickeln mit dem Verlaufsfilter und Korrekturpinsel

 

Die beiden spektakulärsten neuen Features von Lightroom 2 sind die Werkzeuge Verlaufsfilter und Korrekturpinsel, mit denen sich wählbare Bildbereiche gezielt korrigieren lassen. Auch das funktioniert nicht destruktiv, wie man es von Lightroom gewohnt ist.

Nach zwei Wochen Bearbeitung all meiner Fotos mit Lightroom 2 kann ich sagen, dass ich seitdem weit seltener zu Adobe Photoshop wechseln muss, um ein Bild fertigzustellen Das beschleunigt den Workflow.

Ich habe in meiner Fotodatenbank in Lightroom direkt Zugriff auf solche Änderungen, und kann sie jederzeit zurücknehmen oder weiter anpassen.

Auf diesen Vorteil würde ich nicht mehr verzichten wollen.

 

1. Verlaufsfilter (Shorcut „M“)

Vorab ein Beispiel, was mit Verlaufsfiltern möglich ist. Hier wurde mit drei Verlaufsfiltern das flaue Foto verbessert, der obere Verlaufsfilter verstärkt die Farben des Himmels, die beiden unteren hellen den Vordergrund auf.

Wie arbeitet ein Verlaufsfilter?

Aus der realen Welt kennen viele Fotografen die praktischen Grauverlaufsfilter, mit denen Bildbereiche, meist der Himmel, abgedunkelt werden können.

Das wird jetzt in Lightroom als nützliches Werkzeug angeboten. Im Bild unten sieht man wie ein Verlaufsfilter eine ursprünglich einfarbige graue Fläche in der oberen Hälfte aufhellt:

Wir sehen drei Linien, den Beginn, die Mitte und das Ende des Verlaufes.

Ein neuer Verlaufsfilter wird nach Wahl dieses Werkzeugs direkt im Foto mit der Maus aufgezogen, beginnend mi der oberen Linie bis zur unteren  Linie.

Hält man gleichzeitig die SHIFT-Taste gedrückt wird ein genau horizontaler Verlauf eingezeichnet, ansonsten kann der Verlauf in einem beliebigen Winkel eingezeichnet werden.

Schon während der Verlauf gezeichnet wird, ist seine Auswirkung auf das Foto sichtbar.

Welche Einstellungen können mit dem Verlaufsfilter angepasst werden?

Im Verlaufsfilter können folgende Einstellungen, in Lightroom hier als Effekte bezeichnet, angepasst werden:

  • Belichtung: Gesamthelligkeit des Fotos, die Einstellung hat größere Auswirkungen auf die höheren Werte.
  • Helligkeit: Helligkeit des Fotos,  in erster Linie die Mitteltöne.
  • Kontrast: in erster Linie die Mitteltöne
  • Sättigung: Klarheit oder Reinheit der Farbe
  • Klarheit: Kontrast an einzelnen Stellen
  • Schärfe
  • Farbe: Wendet einen Farbton auf den ausgewählten Bereich an. Wählen Sie den Farbton durch Doppelklicken auf das Farbfeld.

Über die unscheinbare Schaltfläche „Effektschaltflächen anzeigen“ können gleichzeitig alle verfügbaren Einstellungen im Verlaufsfilter angepasst werden. Seit ich diese Möglichkeit kenne, arbeite ich nur noch in diesem Modus.

Wie wird der Verlauf auch nachträglich noch angepasst?

Sobald man auf das Werkzeug Verlaufsfilter klickt, werden im Fotos alle bereits gesetzten Verlaufsfilter als Punkte sichtbar.

Klickt man jetzt im Foto genau auf einen Verlaufsfilter-Punkt, wird dieser hervorgehoben und die drei Linien des Verlaufsfilter werden ebenfalls sichtbar.

Jetzt kann über alle Regler der Effektschaltflächen der Verlauf angepasst werden

Die Breite des Verlaufsfilter lässt sich einstellen, indem man mit der Maus an der oberen oder unteren Linie zieht. Durch Ziehen des Punktes mit der Maus kann der ganze Verlaufsfilter verschoben werden. Ist der Mauszeiger  über der Mittellinie, kann der Verlaufsfilter in alle Richtungen gedreht werden.

Der Shortcut H versteckt den Punkt und die Linien, bzw. macht sie sichtbar. Mit der Taste „Entf“ wird der ganze Verlaufsfilter gelöscht.

Effekt-Vorgabe speichern

Auch alle Einstellungen eines Verlaufsfilter’s lassen sich als Vorgabe speichern und wieder aufrufen, indem man auf den Doppelpfeil klickt, der neben dem Effekt: ist.

Screencast Video Zusammenfassung Verlaufsfilter

Weiterlesen

Teil 2: Korrekturpinsel [1]